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Galerie subjectobject

Belziger Straße 25

10823 Berlin - Schöneberg

 

 

 

Jan Koch - 18. März 2012 - 18:00 Uhr

Im falschen Café

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Wer Jan Koch einmal gehört hat, der wird ihn nicht wieder vergessen.

Der Liedermacher Jan Koch ist ein Spezialist der Grautöne und der genauen Beobachtung. Fürs Kabarett ist er zu melancholisch, für die gehobene Lyrik zu verständlich und für Rockmusik zu allein. Er besitzt eine echte Stimme, denn bei ihm liegt der Fokus auf den Texten. Niemand kann so wunderbare und gleichzeitig so gemeine Berlinlieder schreiben, wie er, wenn er, wie in dem Lied „Wieso Berlin?, in einer Textzeile die Vorzüge Berlins für (Lebens-) Künstler, die noch auf den großen Durchbruch hoffen, preist: „Schatz, lass uns nach Stuttgart gehen// Denn dort find’ich Arbeit und nicht nur Ideen.“


Die akustische Guitarre, die so schön ist, wie Jan Koch sich darauf zu begleiten versteht, ist eigentlich so nebensächlich, wie der Farbton des Lippenstifts auf den Lippen einer Frau. Seine Lieder und gerne auch mal Gedichte sind auf sicherer Distanz zum Belanglosen und werden erst durch feine Ironie und leisen Sarkasmus laut. Schon die Titel seiner Alben zeugen von seinem unaufdringlich, subtilen Humor: Ewiger Mai, Schall & Rauch, Matt in drei Zügen und Eischalen für Verhungernde. Überhaupt ist Jan Koch einer, bei dem erst gesungen oder gesprochen wird, wenn es tatsächlich etwas zu sagen gibt. Er ist ein Meister des Timings. In seiner hingebungsvollen und bedächtigen Art des Vortragens nimmt er die Bühne ein, und seine Stimme hallt noch nach, wenn er sie lang schon wieder verlassen hat.

Und wer Jan Koch noch nicht kennen sollte, für den wird es unbedingt Zeit, ihn endlich kennenzulernen.

 

JanKoch_komprimiert  © Markus Kränzle

Jan Koch, geboren am 30. April 1980 in Tübingen, ist in Meßstetten auf der Schwäbischen Alb aufgewachsen. Während seiner Studienzeit in Freiburg sammelt er erste Bühnenerfahrungen mit eigenen Gedichten beim Poetry Slam. Er lernt die Bewegung allmählich kennen und wird ein Teil davon. Seit 2005 tritt er mit seinen Liedern auf. In Berlin gerät er rasch in die Umlaufbahn der Lesebühnen. Seine wachsende Bekanntheit in der Poetry Slam Szene verhilft ihm zu Auftritten im ganzen deutschsprachigen Raum, wobei er zunehmend als musikalischer Gast eingesetzt wird. Heute spielt er zahlreiche Solokonzerte und Gastauftritte. Seit 2006 hat er vier CDs aufgenommen. Bei den Aufnahmen zu dem Album Im falschen Café (2010) stößt Cellist Peter Erles dazu und wirkt fortan auch regelmäßig bei Konzerten mit.   www.jankoch.org/Presse

 

Vorankündigung: Freitag, den 27.  April - Werkstattlesung mit Anna Döbel, Gudrun Müller Lütken, Gudrun Schneider Farschid und Konstanze Kühling

 

Galerie subjectobject: Vernissage - Inga Altenkirch und Klaus Abromeit - Freitag, den 24. Februar 2012 - 19:00 Uhr